Erstes Regionaltreffen Berlin der Säkularen Flüchtlingshilfe

Regionaltreffen Berlin
Impressionen vom ersten Regionaltreffen Berlin, Fotos © Evelin Frerk

Nachdem die Säkulare Flüchtlingshilfe am 17. November 2017 bei der Feier „10 Jahre Ex-Muslime“ öffentlich vorgestellt wurde, haben uns zahlreiche Hilferufe aber auch viel Hilfsangebote erreicht.
Die Anzahl der Aufgaben sowie der Möglichkeiten sind seither stark zugenommen.

Hilfsangebote von Unterstützern haben uns aus dem gesamten Bundesgebiet und teilweise sogar aus dem Ausland errecht, die meisten davon aus der Region Berlin. Daher fand am 5. Januar 2018 in Berlin das erste Regnionaltreffen statt.

Es kamen an diesem Abend kamen 16 Teilnehmer, die sich aktiv einbringen wollen. Darunter waren Betroffene, Aktivisten, Juristen, Autoren, Schauspieler, Filmemacher und Journalisten. Alle haben viel Erfahrung und sind kompetent in dem, was sie bieten wollen.

Auch waren sehr bekannte Persönlichkeiten dabei, wie Dr. Carsten Frerk, Naïla Chikhi, Philipp Möller, und Elga Sorbas, die uns bei der Organisation und Durchführung geholfen haben.

Alle Teilnehmer sind nun Mitglieder der dabei gegründeten Regionalgruppe Berlin. Es waren übrigens genauso viele Frauen wie Männer anwesend. Die Beliner werden sich nun selbst organisieren, da dies die effektivste Form der Zusammenarbeit und Hilfe ist. 

Als Ziele wurde definiert

  • Der Schutz der Asylsuchenden, die sich nach Deutschland aufgemacht haben, weil sie wegen ihres Nichtglaubens von der eigenen Familie, der sozialen Gemeinschaft, dem Clan oder vom Staat mit dem Tode bedroht werden
  • Aufklären und sensibilisieren die Behörden und der Öffentlichkeit für diese besondere Gruppe, die in den allgemeinen Unterkünften wegen ihrer Apostasie oft Anfeindungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt sind
  • Für diese Personen muss Asyl gewährt werden, auch wenn der Staat ihrer Herkunft offiziell keine Todesstrafe oder Verfolgung von Apostaten vorsieht, dabei aber billigend in Kauf nimmt, dass diese durch ihre Familie, soziale Gemeinschaft oder den Klan geschlagen, vergewaltigt, eingesperrt, versklavt oder getötet werden

Alle Teilnehmer haben eine hohe Bereitschaft, Schutzsuchenden in jedweder Weise zu helfen oder Hilfe zu finden.

  • Als Mittel sehen alle, dass Behörden und ihrer Mitarbeiter sowie von Anwälte aktiv informiert und aufgeklärt werden müssen, weil sehr oft keine Wahrnehmung der besonderen Situation und Geschichte der nichtgläubigen Asylsuchenden besteht

Mit der Arbeit an einzelnen Fällen wurde übrigens unmittelbar aufgenommen.

An diese Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für das Interesse und die Unterstützung! 🌸🌺

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