Mauretanien: Muslime fordern Tod eines atheistischen Bloggers

Als Yahya Ekhou am Morgen des 1. März in seinem Zimmer im Norden Deutschlands den Tag begann, ahnte er nicht, welche Welle des Hasses im Internet über ihn hereingebrochen war. Viele Menschen forderten seinen Tod. Unter ihnen auch ein Vertreter des Parlaments. Anlass für diese extremen Reaktionen gab ein Post von Herrn Ekhou. Dort fragte er, bezugnehmend auf das Zugunglück, dass sich am 27. Februar 2019 in Kairo ereignet hatte, wieso ein Gott so vielen Gläubigen etwas so entsetzliches antun kann.
Da es nicht auszuschließen ist, dass er auch hier in Deutschland angegriffen wird, hat die Säkulare Flüchtlingshilfe e.V.  die Polizei vor Ort informiert. Diese hat daraufhin Beamte zur weiteren Befragung zu ihm geschickt.

Yahya Mustafa Ekhou am 16. November 2018 in Berlin
Yahya Mustafa Ekhou am 16. November 2018 in Berlin.

Herr Ekhou ist der Säkularen Flüchtlingshilfe e.V. schon lange als engagierter Kämpfer für die Freiheit und die Menschenrechte bekannt. So nahm er auch bei der Veranstaltung „Islam und Menschenrechte – Verschiedene Kulturen, dieselben Probleme?“ auf dem Podium teil.

Da sein Asylgesuch abgelehnt wurde, befindet er sich derzeit im Revisionsverfahren. Die neuesten Entwicklungen zeigen aber wieder einmal, warum Atheisten nicht in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden können, da sie dort schutzlos der islamischen Gesetzgebung ausgesetzt sind, die für die Abkehr vom Islam oftmals die Todesstrafe vorsieht.

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Ersatzlose Streichung der Wohnsitzauflage für atheistische Geflüchtete

Atheistische Geflüchtete sehen sich oft besonderen Gefahren ausgesetzt. So werden sie von manchen anderen Menschen muslimischen Glaubens als Verräter angesehen, da sie ihre Religion verlassen haben. Manchmal kann dies sogar in körperlichen Übergriffen enden. Außerdem werden atheistische Frauen mit muslimischem Hintergrund oft als sexuelles Freiwild gesehen und entsprechend belästigt. Weiterhin sind vor allem Frauen aus Saudi-Arabien in der besonderen Situation, dass ihre Familie jederzeit einreisen kann. Zudem zeigt die Erfahrung sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern, dass die saudische Botschaft aktiv versucht geflohene Frauen nach Saudi-Arabien zurückzubringen. (siehe DW-Artikel: https://www.dw.com/de/bedrohte-saudische-frauen-in-deutschland-wir-werden-dich-kriegen/a-47562270)

Somit ist diese Gruppe auch in Deutschland nicht wirklich sicher und bedarf besonderen Schutz.

Daher fordern wir, dass bei einer Anerkennung des Asyls aufgrund von Atheismus nach §12a AufenthG (§12a Abs. 2c) wegen besonderer Gefährdung des Betroffenen die Wohnsitzauflage ersatzlos gestrichen wird!

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Sherif Gaber, ägyptischer Blogger, braucht dringend Hilfe

Im Oktober 2018 wurde der Pass des Bloggers Sherif Gaber an einem ägyptischen Flughafen beschlagnahmt. Er kann das Land nicht mehr verlassen. Außerdem laufen verschiedene „Blasphemie“-Anklagen gegen ihn.

Bitte teilt dieses Video!
(Das Video hat Englischen Untertitel)

“ – After many months of trying everything, I decided to make this video. In it, I share many details about my situation and why it’s more complicated than many people think. I also couldn’t share some other more important details because of how dangerous it will be. For example, all the details about booking the flights with the names of the hotels and the ticket numbers that I’ve booked. Such details will reveal a lot of info that some people can track me with. Also, things that happened to me while being interrogated and while in prison but I couldn’t share it. But if one day I left Egypt, I’ll talk about all this publicly with evidence so that you understand more about this country and why I had to leave.

“ – Some of you who have contacted me in the past few months know how much I’ve tried and know how unpleasant it is for me to make this video. I already know how hard it’s to get that money and how almost impossible for a country to give me citizenship while I’m in here but I’m doing this for me. I can’t give up now. There’s so much in this life that’s worth living for.

“ – I never asked to share, comment or even like any of my videos. But this time I need that. Every support I get and every share gets me closer to freedom.

“Please share this video.

“Thank you”

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Geflohene Saudi-Araberin Rahad Mohammed Alkunun vorerst in Sicherheit

Die saudische Staatsbürgerin Rahad Alkunun wollte vor einer Zwangsheirat nach Australien flüchten. Auf dem Flug dorthin wurde sie in Bangkok, Thailand an der Weiterreise gehindert. Vertreter der saudischen und kuwaitischen Botschaft fingen sie im Transitbereich ab, wo sie laut ihrer Aussage ihren Pass beschlagnahmten. Menschenrechtsorganisationen waren alarmiert und verhinderten vorerst eine Rückführung von Frau Alkunun.

Die Säkulare Flüchtlingshilfe betont schon seit langem die besondere Gefährdungssituation von Menschen, die theokratische Systeme verlassen möchten. So sind diese Betroffenen nie wirklich sicher. Es kann jederzeit passieren, dass ein Familienmitglied auch in Deutschland einen sogenannten „Ehrenmord“ an ihnen begeht. So treten wir dafür ein, dass bei der Anerkennung ex-muslimischer AsylbewerberInnen automatisch eine Auskunftssperre erteilt wird und auf eine Wohnortauflage, wonach Geflüchtete und anerkannte AsylbewerberInnen für drei Jahre in einer bestimmten Region wohnhaft sein müssen, verzichtet wird. So ist es für Verfolger schwer, sie in Deutschland aufzuspüren.

https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-flucht-vor-der-familie-saudi-araberin-soll-doch-nicht-aus-thailand-abgeschoben-werden/23834854.html

http://www.spiegel.de/video/thailand-junge-asylsuchende-aus-saudi-arabien-wird-vorerst-nicht-abgeschoben-video-99024004.html

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Der Islam – Gegenentwurf der Menschenrechte?


Am 16.11.2018 veranstaltete die Säkulare Flüchtlingshilfe e.V. anlässlich der Säkularen Woche der Menschenrechte in Berlin eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Islam und Menschenrechte – Verschiedene Länder, die gleichen Probleme?“. Es wurden vier Gäste aus vier sehr unterschiedlichen Ländern eingeladen, die aber alle vom Islam geprägt sind. Es erzählten Alia Khannum aus Pakistan, Shuruq aus Saudi-Arabien, Yahya Ekhou aus Mauretanien, Mahmudul Haque Munshi aus Bangladesch ihre Geschichten, wie sie sich vom Islam abwendeten und wie die Gesellschaft jedes mal mit unglaublicher Gewalt darauf reagierte. Moderatorin Angelika Kalwass gestand, dass sie, als sie sich in der Vorbereitung auf den Abend in das Thema einarbeitete, sich von der Wucht des Gehörten überwältigt fühlte. Außerdem war der Islamkritiker Hamed Abdel Samad eingeladen, der darauf hinwies, dass wir in Europa dieser Kultur der Intoleranz keinen Raum bieten dürfen und unsere Freiheitsrechte verteidigen müssen. So erklärte er, dass es im Europaparlament Bestrebungen gäbe, unter dem Vorwand Hassrede zu unterdrücken, Islamkritik erschwert werden soll. Zum Abschluss der Veranstaltung erinnerte Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, mit Hinblick auf ihre eigene Geschichte an die Gefahren eines politischen Islam.

Anlass der Veranstaltung war die Erfahrung der Säkularen Flüchtlingshilfe e.V. mit geflüchteten Menschen, die den Islam verlassen hatten. Obwohl sie aus vielen Teilen der Welt kamen, war die Reaktion der Institutionen ihrer Heimatländer und vor allem des persönlichen Umfeldes immer sehr ähnlich. Wobei wir auch die Erfahrung machen mussten, dass es oft der familiäre Druck war, der die Menschen zur Flucht bewegte. Die religiöse Ideologie dringt bis in die letzten Bereiche des privaten ein und kontrolliert die Individuen, vor allem die Frauen, bis in jedes Detail ihres Lebens. Dies wollten wir thematisieren, da die öffentliche Debatte den Einfluss der Religion oft nicht angesprochen wird und man die Ursache stattdessen bei der jeweiligen Kultur sieht.

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Die Notwendigkeit einer Säkularen Flüchtlingshilfe

Die Rolle der Säkularen Flüchtlingshilfe e.V. im Kampf für Menschenrechte weltweit.

Michael Schmidt-Salomon stellte am 12.11.2018 die ARR-Berlin (Vertreten durch Dr. Carsten Frerk) im Haus der Bundespressekonferenz vor.  Anwesend waren auch  Rana Ahmad (Autorin, Mitbegründerin der Säkularen Flüchtlingshilfe) und Stefan Paintner (Vorstand und Mitbegründer der Säkularen Flüchtlingshilfe)  anwesend. Des weiteren nahm Mina Ahadi, die sowohl Vorsitzende im Zentralrat der Ex-Muslime, als auch im Vorstand der Säkularen Flüchtlingshilfe ist, teil. Sie erläuterten aus unterschiedlichen Perspektiven die Notwendigkeit, als auch die speziellen Aufgaben ihrer Arbeit.

Vor allem ist es die besondere Gefährdungslage von Menschen, die sich vom Islam abwenden, welche offene Gesellschaften vor Herausforderungen stellt. In kaum einer Gruppe ist es riskanter offen seine Meinung zu sagen als für Islamkritiker. Hierbei gilt es sich, gerade im Rahmen des Jubiläums der Verabschiedung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ vor 70 Jahren, bewusst zu machen, dass diese Menschenrechte auch hier verteidigt werden müssen. Und es müssen auch die Menschen, die diese Rechte unter größten Gefahren einfordern von uns als humanistisch eingestellter Gesellschaft mit aller Entschiedenheit geschützt werden.

An ihrem Beispiel zeigt sich besonders deutlich, wie sehr Religionen als Gegenentwurf zu eben diesen Menschenrechten stehen. Dort gelten nicht die unveräußerlichen Rechte des Individuums, sondern vielmehr das Recht der religiösen Gemeinschaft am Individuum. Hierzu findet am 16.11.2018 eine Veranstaltung der Säkularen Flüchtlingshilfe e.V. im Palisa (Palisadenstr. 48, 10243 Berlin) unter dem Titel „Islam und Menschenrechte – verschiedene Kulturen – die gleichen Probleme?“ statt.

Mit diesen Argumenten unterstreicht die Säkulare Flüchtlingshilfe die Notwendigkeit einer konsequenten Trennung von Staat und Kirche. Obwohl immer wieder behauptet wird, dass unsere Werte, also die Werte einer offenen und toleranten Gesellschaft auf christlichen Werten beruhen, so finden sich ebendiese Werte innerhalb kirchlicher Strukturen nicht wieder, da sie den religiösen Werten widersprechen. So gibt es dort keine Glaubensfreiheit, keine sexuelle Selbstbestimmung und keine freie Meinungsäußerung.

Die Säkulare Flüchtlingshilfe möchte die Auseinandersetzung mit dem Islam nutzen, um sich kritisch mit den eigenen Werten auseinanderzusetzen und das Recht auf individuelle Selbstbestimmung gegen religiöse, nationalistische und rassistische Tendenzen zu stärken.

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Säkulare Woche der Menschenrechte

Am 11. – 18.11.2018 nimmt die Säkulare Flüchtlingshilfe Stellung zum Thema Menschenrechte in islamischen Ländern. Hierzu findet am 16.11.2018 eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Islam und Menschenrechte – verschiedene Kulturen, die gleichen Probleme?“ statt. Außerdem sind Vertreter der Säkularen Flüchtlingshilfe bei einer Pressekonferenz am 12.11.2018 gemeinsam mit Vertretern der Giordano Bruno Stiftung und der ARR Berlin anwesend.

Weiterhin finden in der Woche  Veranstaltungen der Richard Dawkins Foundation, der Giordano Bruno Stiftung, der ARR Berlin und des Koordinierungsrats säkularer Organisationen (KORSO) statt.

Genauere Informationen finden Sie unter:
http://saekulare-woche.de/

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Drei saudische Schwestern auf der Flucht


+++ UPDATE: Die drei Schwestern sind nun in Sicherheit! Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben!!!

Die drei Schwestern Manal, Muna und Nauf haben den Islam verlassen und sind nun auf der Flucht. Sie werden von ihrer Familie verfolgt und befinden sich daher momentan in großer Gefahr, da auf  Apostasie (Abfall vom Glauben) in Saudi-Arabien die Todesstrafe steht. Außerdem stellt dies für Familien dort eine große Schande dar, besonders wenn es die Töchter betrifft und somit ist es sehr wichtig für die Angehörigen, die Mädchen nach Saudi-Arabien zurückzubringen und der entsprechenden Strafe zuzuführen.

Daher bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Die drei Schwestern müssen so schnell wie möglich ihren derzeitigen Aufenthaltsort verlassen, haben aber keine finanziellen Mittel. Bitte spenden Sie daher auf GoFundMe, damit sie sich in Sicherheit bringen können.

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